Funktionelle Darmstörungen

Unter dem Begriff "Funktionelle Darmstörungen" werden Beschwerden wie Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen und Blähungen zusammengefasst, die über einen längeren Zeitraum bestehen, ohne dass nach sorgfältiger und vollständiger Untersuchung eine Ursache gefunden wurde. Bestehen Darmbeschwerden über einen längeren Zeitraum, sollte man sich auf alle Fälle an einen Arzt wenden, um eine mögliche ernsthafte Erkrankung wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa (beides schubweise verlaufende chronisch-entzündliche Erkrankungen) oder einen Darmtumor abzuklären.

Funktionelle Darmstörungen haben verschiedene Ursachen. Zu den häufigsten zählen Darminfektionen mit Bakterien oder Viren sowie eine Behandlung mit Antibiotika. Aber auch Stress, ungewohnte oder falsche Ernährung, Medikamente, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Darmentzündungen können Darmbeschwerden auslösen. In Folge all dieser Ursachen wird das natürliche Gleichgewicht der im menschlichen Darm lebenden Bakterien gestört, wodurch sich krankmachende Keime vermehren können. Besonders aggressive Erreger können zusätzlich die Darmwand schädigen, wodurch Giftstoffe in den Körper gelangen können. Man spricht dann auch vom "leaky gut" (löchriger Darm). Werden die funktionellen Darmstörungen durch eine Dysbiose, eine qualitative und quantitative Störung des Darmmikrobioms, verursacht, kann die Gabe von Probiotika, vornehmlich aus der Gruppe der Laktobazillen, helfen.

Durchfall, Blähungen, Darmgeräusche

entstehen sehr oft infolge eines gestörten Darmmikrobioms. Fremdkeime besiedeln die Darmoberfläche und verursachen Fäulnis- und Gärungsprozesse und eine unkontrollierte Abgabe (Sekretion) von Wasser und Mineralsalzen in den Darm. Gleichzeitig können auch vermehrt Gase gebildet werden. Die Gase blähen den Bauch auf und das überschüssige Wasser verflüssigt den Stuhl, welcher dann sehr rasch Richtung Enddarm transportiert wird.

Der im Probiotikum FLOREA regenerans enthaltene Lactobacillus casei rhamnosus (LCR 35) verdrängt krankmachende Keime, produziert Milchsäure und schafft so die Voraussetzungen für die nachfolgende Keimvielfalt im Darm, wodurch sich die Beschwerden rasch bessern.

Literatur

  • Dapoigny M. et al.: Efficacy and safety profile of LCR35 complete freeze-dried culture in irritable bowel syndrome: A randomized, double-blind study. World J Gastroenterol 2012; 18(17): 2067-2075
  • Urbancek H. et al.: Results of a double-blind, randomized study to evaluate the effcacy and safety of Antibiophilus in patients with radiation-induced diarrhoea. European Journal of Gastroenterology & Hepatology 2001, 13:391-396
  • Bioconsult 2016; Befragung von 190 PKAs und Pharmazeuten durch die "Initiative Gesunder Darm"