LCR 35, der Pionierkeim

Der in FLOREA enthaltene Lactobacillus casei rhamnosus, Stamm Nr. 35, kurz LCR 35 genannt, kann als Pionierkeim für den Darm angesehen werden. Lassen Sie uns zur Veranschaulichung dieses Phänomens einen Ausflug in die Natur wagen:
Unter Sukzession (lat. succedere "nachrücken, nachfolgen“) versteht man in der Biologie die zeitliche Abfolge von Pflanzen- und/oder Tiergesellschaften in einem Lebensraum (Biotop). Wird ein Lebensraum (Biotop) neu besiedelt, z. B. nach einem Erdrutsch oder eine Lebensgemeinschaft wie ein Wald großflächig zerstört, findet man dort einen kargen, Wind und Wetter schutzlos ausgesetzten Lebensraum vor. Eventuell noch vorhandene, fruchtbare Erde wird durch die intensive Sonneneinstrahlung geschädigt und durch Wind- und Wassererosion rasch abgetragen. Eine Aufforstung mit den normalerweise vor Ort wachsenden Bäumen ist wenig erfolgversprechend, da diese in dieser kargen Umwelt gar nicht existieren können. In der freien Natur siedeln sich zunächst anspruchslose Pionierpflanzen an, die mit diesen extremen Umweltbedingungen gut zurechtkommen, wie Weideröschen, Erlen und Birken. Diese Pionierpflanzen beschatten den Untergrund und hemmen die Erosion durch Wind und Regen - es kann sich neuer Mutterboden bilden. Auf diesem können dann die typischen Waldbäume wachsen, die nach und nach die Pionierpflanzen verdrängen. So entsteht (wieder) eine stabile Gesellschaft von Pflanzen und Tieren, die so lange bestehen bleibt, bis die nächste Störung (z. B. ein Waldbrand) eintritt oder sich die Umweltbedingungen (z. B. durch die Klimaerwärmung) ändern. Dann setzt die Sukzession erneut ein.

Ähnliches geschieht auch in unserem Darm, der ja der Lebensraum (Biotop) unseres Darmmikrobioms ist. Bei einer natürlichen (vaginalen) Geburt kommt das Neugeborene mit den mütterlichen Pionierkeimen der Scheiden- und Analflora in Kontakt, zu denen die Lakto-, Bifido- und Kolibakterien zählen. Diese besiedeln rasch den kindlichen Darm, verbrauchen den dort noch vorhandenen Sauerstoff, Lakto- und Bifidobakterien produzieren darüber hinaus noch Milchsäure aus dem in der Muttermilch enthaltenen Milchzucker. Der Lebensraum Darm wird völlig sauerstofffrei und leicht sauer, wodurch die Besiedelung mit den nachfolgenden Darmsymbionten (griech. "sym" = zusammen und "bíos" = Leben), also jener Mikroorganismen, die wir für die Verdauung brauchen, erst möglich wird. Dieses umfasst bis zu 1000 verschiedene Arten, von denen die meisten nur in einer sauerstofffreien (anaeroben) und leicht sauren Umgebung existieren können.

Deshalb empfiehlt sich bei Störungen des Darmmikrobioms, wie etwa durch eine Antibiotikatherapie, die Einnahme eines Pionierkeimes. Der in FLOREA enthaltene Lactobacillus casei rhamnosus (LCR 35) ist robust genug, um die Magenpassage zu überleben, sich im Darm anzusiedeln und dort zu vermehren. Dort verdrängt er krankmachende Keime wie Salmonellen, Clostridien und andere, verbraucht den vorhandenen Sauerstoff, produziert Milchsäure und schafft so die Voraussetzungen für die nachfolgende Keimvielfalt im Darm. Der LCR 35 wird seit Jahrzehnten erfolgreich auch als Arzneimittel in der Medizin mit der Indikation "Behandlung von Durchfällen unterschiedlicher Genese, insbesondere auch von Antibiotika oder strahlentherapiebedingten Durchfällen" eingesetzt und gilt als so sicher, dass er auch für den Einsatz bei schwangeren und stillenden Frauen, sowie frühgeborenen Babys zugelassen ist. 

FLOREA wird von BIOSE, einem pharmazeutischen Unternehmen mit Sitz in Frankreich hergestellt. Die Produktion erfolgt nach hohen zertifizierten Standards, wie sie sonst nur für Arzneimittel gelten.

 

 

Der LCR 35 steht für Verlässlichkeit und gibt Sicherheit

  • Wird seit über 50 Jahren in konstanter, stabiler und apathogener Arzneimittelqualität hergestellt
  • Überlebt die Magenpassage und siedelt sich nachweislich im Darm an
  • Ist resistent gegen viele Antibiotika
  • Hemmt das Wachstum von krankmachenden Keimen (Bakterien & Viren)
  • Überzieht die Schleimhaut mit einem schützenden Biofilm
  • Eignet sich für alle Patienten, sicher und wirksam auch bei Schwangeren, Neugeborenen, Stillenden, Krebspatienten
  • Kann bei Raumtemperatur gelagert werden – praktisch auf Reisen!
  • Steht seit vielen Jahrzehnten exklusiv in Apotheken zum Verkauf zur Verfügung

BIOSE - Health through Microbiota

Die den Pionierkeim LCR 35 enthaltenden Produkte werden vom französischen Pharmaunternehmen BIOSE hergestellt, das seit mehr als 60 Jahren zu den führenden Spezialisten für Probiotika zählt. Die Produktion aller Produkte erfolgt nach den für die Herstellung von Arzneimitteln üblichen strengen Auflagen und Kontrollen (GMP- und ISO-Zertifikation) und wird regelmäßig von den zuständigen Behörden kontrolliert.

Dazu Stanislas Desjonquères, Chief Executive Officer von BIOSE"Microbiota has an enormous therapeutic potential. For us, it is not a belief, but a scientific evidence to which we have been contributing since 1951. Every day, we are engaging all our skills to bring out new therapeutic responsible initiatives."

Literatur:

  • Austria Codex Fachinformation
  • S. Couderyas et al., Taxonomic and Strain-Specific Identification of the Probiotic Strain Lactobacillus rhamnosus 35 within the Lactobacillus casei Group, Applied and Environmental Microbiology 2008; 74: 2679 - 89
  • C. De Champs et al., Persistence of Colonization of Intestinal Mucosa by a Probiotic Strain, Lactobacillus casei subsp. rhamnosus Lcr35, after Oral Consumption, Journal of Clinical Microbiology 2003; 41: 1270 - 3
  • C. Forestier et al., Probiotic activities of Lactobacillus casei rhamnosus: In vitro adherence to intestinal cells and antimicrobial properties, Res. Microbiol. 2001; 152: 167 - 73
  • G. Schmölzer et. al, Multi-modal approach to prophylaxis of necrotizing enterocolitis: clinical report and review of literature, Ped Surgery Int 2006; 22: 573 - 80
  • H. Urbancsek et al., Results of a double-blind, randomized study to evaluate the efficacy and safety of Antibiophilus in patients with radiation-induced diarrhoea, European Journal of Gastroenterology & Hepatology 2001; 13: 391 - 96