Probiotika

Das Wort Probiotikum, Mehrzahl Probiotika, leitet sich aus dem griechischen "pro bios" ab und bedeutet "für das Leben“. Die WHO definiert Probiotika als lebende Mikroorganismen, die, wenn sie in ausreichender Menge verabreicht werden, dem Wirtsorganismus einen gesundheitlichen Nutzen bringen. Die meisten Probiotika sind Milchsäurebaktieren und stammen aus der Gruppe der Laktobazillen und Bifidobakterien. Um die Bezeichnung Probiotikum auch zu verdienen, müssen die ausgewählten Stämme nachweisen können, dass sie die Magenpassage überleben und sich im Darm ansiedeln - und was am wichtigsten ist - dort eine gesundheitsfördernde Wirkung entfalten.

Menschen nutzen vermutlich seit der Domestikation von Rindern, Schafen und Ziegen in der Jungsteinzeit die gesundheitsfördernde Wirkung von Laktobazillen und Bifidobakterien. Diese verwandeln die in der Milch enthaltene Laktose (Milchzucker) in Milchsäure, wodurch aus der Milch Sauermilch und Jogurt entsteht. Einerseits entstehen dadurch aus der Milch länger haltbare Lebensmittel, andererseits steigt die Verträglichkeit für die Menschen, die Milchzucker schlecht oder gar nicht verdauen können (Laktoseintoleranz). Und wie sagte schon der berühmte griechische Arzt Hippokrates vor etwa 2300 Jahren: "Der gesunde Darm ist die Wurzel aller Gesundheit"