Wenn Stress auf den Darm schlägt

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Allgemeine Hektik, Termindruck, Ärger und Belastungen – häufig quittiert unser Darm stressauslösende Situationen mit Durchfall oder Verstopfung. Eine Kur mit milchsäurebildenden Bakterien (Laktobazillen) kann Abhilfe schaffen.

„Das liegt mir im Magen“, „Ich mach mir (vor Angst) in die Hose“ oder „Ich sch … mich an“ – das emotionale Zentrum im Magen-Darmtrakt verschafft sich mit vielen Redewendungen Gehör. Damit werden Gefühle, die in Stress-Situationen auftreten - wie Unbehagen, Unsicherheit oder Angst - anschaulich beschrieben. Keine Frage, Stress hat massiven Einfluss auf unser Wohlbefinden und für die meisten Menschen auch Einfluss auf die Verdauung.
Wissenschaftlich nachgewiesen worden ist, dass Stress und Angst die Magenausdehnung beim Essen vermindert (*1), die Transitzeit des Darmes beschleunigt und eher Durchfall verursacht während eine depressive Verstimmung eher in Kombination mit Verstopfung auftritt (*2).

Der Weg zur Gesundheit
Die Stimme des Verdauungsapparates ist also der Weg zur Gesundheit. Überhört man sie zu oft, serviert er einem schnell die Quittung: Gastritis, Magengeschwüre, das Reizdarmsyndrom, chronisch entzündliche Darmerkrankung bis hin zu Krebs; und es wird in Zusammenhang mit Angstpsychosen und Depressionen gebracht. Erfahrungen, die Univ. Prof. Dr. Gabriele Moser, Fachärztin für Gastroenterologie und Hepatologie, Univ. Klinik für Innere Medizin III, und Leiterin der Ambulanz für Psychosomatik tagtäglich macht. „Der Darm besitzt ein autonomes Nervensystem, das sogenannte Bauchhirn, das sich mit mehr als 100 Millionen Nervenzellen von der Speiseröhre bis zum Darmausgang erstreckt“, so die Expertin. „Beim Reizdarmsyndrom beispielsweise sind diese Nerven in der Darmwand besonders empfindlich und reagieren überschießend auf ganz normale Reize wie etwa die Füllung mit Speisebrei, Stress oder emotionale Probleme. In der Folge führen diese Verstärker zu einer Störung der Muskelbewegungen im Darm – entweder zu einem plötzlichen Anhalten (Verstopfung!) oder viel zu heftigen Darmbewegungen (Durchfall!).“

Durchfall, Verstopfung – was tun?
Neben Lebensstiländerungen, autogenem Training und phytotherapeutischen Maßnahmen um die Nerven zu beruhigen (wie Passionsblume, Baldrian & Co.) zeigen auch Probiotika gute Wirkung – nicht nur in der Verbesserung der Darmflora selbst, sondern auch in ihrer Wirkung auf die Hirnfunktion. Wissenschaftler haben bereits 2011 darauf hingewiesen, dass eine gezielte Unterstützung der Darmflora mit Laktobazillen eine hilfreiche Strategie in der Behandlung stress-assoziierter Erkrankungen wie etwa dem Reizdarmsyndrom oder chronisch entzündliche Darmerkrankungen sein könnte (*3).
Zudem konnten sie zeigen, dass eine vierwöchige Einnahme von Probiotika die Aktivität von Hirnregionen beeinflusst, die Emotionen und Empfindungen kontrollieren (*4).

Nützliche Bakterien – auf den Stamm kommt es an
Allerdings sind nicht alle Laktobazillen gleich wirksam. Das Prä- und Probiotikum Florea zum Beispiel enthält eine Vielzahl der gut untersuchten Laktobazillen des Stammes Casei Rhamnosus. Diese nützlichen Bakterien sind in der Lage, die Magenpassage zu überwinden und im Darm Milchsäure zu bilden, um dadurch den pH-Wert zu stabilisieren. Weiters haften sie an der Schleimhaut an und versiegeln sie mit einem schützenden Biofilm.
1 Florea regenerans Kapsel enthält 1 Milliarde lebens- und vermehrungsfähiger Keime des Lactobacillus Casei Rhamnosus. (erhältlich ohne Rezept in der Apotheke. )

*1 Geeraerts et al, Gastroenterology 2005
*2 Gorard et al, Gut 1996
*3 Cryan, Neurogastroenterol Motil 2011
*4 Tillisch , Gastroenterology 2013